Social Travelling: So funktioniert Couchsurfing und Co.

Social Travelling liegt im Trend. Es ermöglicht ein Land, seine Kultur und die Einheimischen auf individuelle Art kennenzulernen. Social Travelling, auch Travel 2.0 genannt, boomt. Es richtet sich an weltoffene Reisende. Mittlerweile gibt es nicht nur Angebote für Rucksackreisende, sondern auch Angebote im gehobenen Bereich. Helmut und ich haben es ausprobiert, weil wir gerne den Kontakt zu den Menschen suchen, die im Lande leben.

Von Andrea Schwarzmeier

Weg von der Heimat und sich trotzdem ein Stückchen wie zuhause fühlen – Social Travelling macht es möglich. Es ist für mich dieser Reiz, das Urlaubsziel aus der Perspektive der Einheimischen zu erleben. Es ist spannend in einem fremden Land so zu leben, als wäre man hier zuhause. Helmut und ich buchen kostengünstig private Übernachtungsmöglichkeiten über das Internet. So erleben wir als Touristen, wie die Einheimischen leben. Und bisher haben wir nur positive Erfahrungen gemacht – und unser Hund Sammy war immer ein willkommener Gast.

Bei manchen Reisezielen sind uns Hotels zu unpersönlich. Im Internet gibt es zahlreiche Webseiten auf denen wir uns unsere Unterkünfte individuell zusammenstellen können. Für jeden Reisegeschmack ist etwas zu finden.

Was hat das Social Travelling für Vorteile? Wir bewegen uns vor Ort im Reiseland in einem Umfeld, wie es sonst die Einheimischen tun. Dies zeigt uns die Realität abseits von touristischen Pfaden. Zudem sind wir eingebunden in den Alltag und lernen so unser Reiseland authentisch kennen.

Was darf es also sein? Das Ferienhaus am Strand, der Loft in einer angesagten Stadt oder eine Hütte in den Bergen? Es lässt sich viel von der Welt sehen und noch dazu knüpfen wir beim Social Travelling interessante Kontakte und erleben persönliches Flair. Die Angebotspalette der weltweiten Schlafplätze ist enorm groß.

Welche Möglichkeiten gibt es? Zum einen das Couchsurfung. Hier kann ein Fremder ein Sofa zum Schlafen buchen. Nette Leute kennenlernen, gemeinsame Interessen austauschen, die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Kulturen fördern oder abenteuerlustige Reisende unterstützen, dies sind nur einige der Ziele des Couchsurfing. Unter dem Gastfreundschaftsnetz www.couchsurfing.com können Touristen eine Couch finden, die auch kostenlos sein kann. Die Mitglieder dieser Webseite bieten eine kostenlose Unterkunft an oder suchen selbst eine Couch für ihren Urlaub. 

Eine weitere Möglichkeit, eine private Unterkunft zu mieten findet man auf Portalen im Internet wie bei Airbnb, Wimdu oder 9flats. Hier hat man die Möglichkeit Zimmer, kleine Appartements oder ganze Häuser zu buchen. Ob ein einfaches Zimmer oder eine Luxusvilla mit Pool – hier kann vieles ja nach persönlichen Urlaubsgeschmack gefunden werden. Abgerechnet wird pro Nacht. Häufig kommen noch Service-Gebühren der Portale hinzu. Die Gastgeber geben gerne zahlreiche Tipps für den Aufenthalt oder stehen den Reisenden selbst vor Ort mit Rat zur Seite.

Dann gibt es noch den Häusertausch, das sogenannte Homeswopping. Hier überlässt man Fremden die eigenen vier Wände und zieht im Gegenzug beim Heim des anderen ein. Manchmal braucht es hier jedoch Geduld, um die richtigen Tauschpartner zu finden. Für das Haus-Tausch-Spiel sind Portale wie haustauschferien.com oder homelink.de hilfreich.

Hier noch einige Portale, auf denen sich Urlaubsdomizile finden lassen:

  • 9flats Bei dem deutschen Anbieter zahlt man 24 Stunden nach dem Check-in. 
  • Mehr als 90 Prozent positive Bewertungen kann das Portal  HouseTrip aufweisen. Hier finden sich Ferienwohnungen für den Strand- und Stadturlaub.
  • Bei Be welcome, einer  gemeinnützige Organisation für die Völkerverständigung sind kostenfreie Unterkünfte zu finden.
  • Mit dem TÜV-Siegel wurde der deutsche Anbieter Wimdu ausgezeichnet. Urlauber zahlen 24 Stunden nach dem Check-in. Angeboten werden zahlreiche Unterkünfte rund um den Globus.
  • Als Marktführer gilt Airbnb.  Das US-Unternehmen,  bietet in 190 Ländern Unterkünfte an.
  • Das deutsche Portal Gloveler  ist eine weitere Möglichkeit sein Feriendomizil zu finden.

Unser Fazit: Helmut und ich haben die Erfahrung gemacht, dass die Kontaktaufnahme zu den Vermietern über die einzelnen Portale schnell und direkt verläuft. Anhand von den Bewertungen vorheriger Gäste orientieren wir uns bei der Buchung für unsere Urlaubsunterkunft. In jedem Falle lesen wir uns die AGBs vorher genau durch, um zu wissen, worauf wir uns einlassen. Nach der erfolgreichen Vermittlung erhalten die Betreiber der Portale eine Provision von den Gastgebern und den Urlaubern.

(Foto: Andrea Schwarzmeier)

 

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