San-Bernardino-Pass: Grüezzi in der Schweiz

Unsere Reise dem Frühling entgegen führt uns über den San-Bernardino-Pass in der Schweiz. Bei strahlendem Sonnenschein geht es hinauf in die Schweizer Bergwelt 2065 Meter über dem Meeresspiegel. Der Sankt Bernhardin, wie er von den Schweizern genannt wird, ist ein Alpenpass im Kanton Graubünden. Er verbindet die Täler Rheinwald auf der nördlichen mit Misox auf der südlichen Seite. Auf der Passhöhe verläuft die Europäische Wasserscheide als auch die Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch.

 Von Andrea Schwarzmeier

Der Weg ist unser Ziel. Eine Traumstrecke liegt vor uns und wir haben Zeit. Wir fühlen uns wie vom Himmel geküsst. Hier am San-Bernhardino-Pass ist die Landschaft spektakulär. Die Straße schraubt sich hoch dem Horizont entgegen. Helmut und ich sind besonders erfreut über diese Schneelandschaft, die sich vor uns ausbreitet. Irgendwann hinter einen Kurve haben wir ihn das erste Mal vor unseren Augen, den Mons avium, den Vogelberg. Seinen Namen San Bernhardino erhielt der Pass im 15. Jahrhundert, als zu Ehren des Heiligen Bernhardin von Siena eine Kapelle erbaut wurde. Schon die Römer nutzten den breiten Passübergang. Um das Jahr 1770 wurde der Pass von den Dörfern Nufenen, Hinterrhein und Mesocco zu einer befahrenen Strasse ausgebaut. 1821 bis 1823 wurde im Auftrag der Bündner Regierung der Pass bis nach Chur erbaut.
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Der Sankt-Bernhardino-Pass. (Foto: Andrea Schwarzmeier)
Der alte Name Vogelberg stammt vermutlich von den Zugvögel, die jedes Jahr in großen Schwärmen vorbeikommen. Eine weitere These spricht davon, dass der Name Vogelberg vermutlich vom lateinischen “vacillare” – krümmen, gebogen sein abgeleitet wurde. Das Bergmassiv und das Ausgangs- und Zieltal des Passübergangs stehen sich krumm zueinander. Hund Sammy ist das alles schnuppe. Er genießt das Herumtollen im Schnee.

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Sammy liebt es, im Schnee herumzutollen. (Foto: Andrea Schwarzmeier)
Nun liegt nun die Bergwelt vor uns. Wir legen an der Passhöhe an der Raststation eine Pause ein. Das Thermometer zeigt 2 Grad Celsius. Unser Hund Sammy freut sich über die Reiseunterbrechung. Er tollt im Schnee umher. Die Sonne strahlt vom Himmel. Wir genießen den wundervollen Ausblick. Eine Frau am Kiosk bietet Bratwürste an.
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An einem Kiosk auf der Passhöhe werden Bratwürste angeboten. (Foto: Andrea Schwarzmeier)
Wir wandern eine halbe Stunde durch diese Zauberwelt der schneebedeckten Bergriesen, wenn auch nur auf einer Autobahnraststätte hin und her. Wir genießen diesen seltenen Blick auf eine Schneelandschaft, die uns in diesem Winter in Niederbayern verwehrt wurde.
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Auf der Passhöhe des Sankt-Bernhardino. (Foto: Andrea Schwarzmeier)
Unsere Fahrt führt uns durch den San-Bernardino-Tunnel, der 1967 für den Verkehr geöffnet wurde. Er ist 6,6 Kilometer lang. Er verbindet die Bündner Täler Misox und Calancatal in die Hauptstadt Chur. Der San-Bernardino-Tunnel. Der San-Bernardio-Pass mit dem Tunnel sind nach dem Gotthard der zweitwichtigste schweizerische Strassen-Alpenübergang. Der Tunnel wurde in der Zeit von 1991 bis 2006 saniert.
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Wir genießen die Schneelandschaft in der Schweiz. (Foto: Andrea Schwarzmeier)
Wir genießen unsere Autofahrt durch die Schweiz und  den Aufenthalt im Schnee, bevor wir uns Kilometer für Kilometer dem Frühling nähern.
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Helmut und Sammy im schweizerischen Schnee. (Foto: Andrea Schwarzmeier)
(Fotos: Andrea Schwarzmeier)

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